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Alt 15.03.2011, 19:31
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Standard Asfour gegen Swarovski: Krise hausgemacht?

Swarovski. Erstmals meldet sich Asfour Crystal, der ägyptische Swarovski-Konkurrent, zu Wort: Die Konkurrenz kann nicht die Hauptschuld an der Krise in Wattens tragen. Zwischen Mai und Juli des Jahres 2007 gab es laut gut informierten Kreisen in Kairo ein Gespräch zwischen Swarovski und Asfour Crystal - dem von Swarovski sogenannten „aggressiven Konkurrenten" aus Ägypten. Auf Rückfrage dementiert Swarovski: „Es gibt keine Gespräche zwischen Swarovski und Asfour." Ein Mitglied der Familie Asfour hingegen, zu einem Gespräch mit ECHO zu Gast in Innsbruck, bestätigt das Treffen - vorsichtig und indirekt: „Solche Begegnungen verlaufen immer freundschaftlich und werden daher auch vertraulich gehalten." Allerdings habe Asfour Crystal „in allen Gesprächen keinen Zweifel an der eigenen Wettbewerbsausrichtung gelassen". Und die liege dezidiert nicht in der Herstellung von hochpreisigen Schmuckkollektionen, sondern im Komponentenbereich - der Zulieferung loser Steine an die Licht-, Mode- und Schmuckindustrie.
Mit ein großes Standbein auch von Swarovski, dessen Einbruch das Wattener Unternehmen beklagt. Die hohen Umweltauflagen und die Lohnverhältnisse seien es unter anderem, die das Unternehmen zur teuren Produktion zwingen würden. „Da haben wir keine Chance mehr mitzuhalten. Das hat für uns zu dieser dramatischen Situation geführt", so Swarovski, das selbst bereits seit vielen Jahren in Billiglohnländern produziert. Allerdings betont der Gesprächspartner aus Kairo: „Was die Wettbewerbsfähigkeit betrifft, verfügt Asfour Crystal über eine sehr flache Organisation, attraktive Personalkosten, moderne Öfen, eine hochautomatisierte Produktion und die günstige Verfügbarkeit des Hauptbestandteils für die Kristallprodukte: Der Sand liegt kostenlos vor unserer Haustür." Dass es die Kristallfigürchen aus dem Hause Asfour sein sollen, die dem Wattener Unternehmen zusetzen, kann er sich nicht vorstellen. „Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass sich Asfour den weltweiten Aufbau von luxuriösen Standorten und deren Personal- und Betriebskosten würde leisten wollen." Luxus kostet eben, „demokratischer Luxus", wie man es bei Swarovski nennt, nicht weniger. Schlussendlich muss es wohl auch jemanden geben, der für jene produziert, die sich „Luxus" nicht leisten wollen - auch wenn er noch so „demokratisch" ist. Im Unternehmen sieht man das anders. „Die Mitte geht verloren, wird zerquetscht. Wir sind die Spitze", meinte Langes-Swarovski im Oktober letzten Jahres im Standard. Und kündigte an, in „manchen Segmenten" Maßnahmen zu setzen. „Wir werden bis Mitte 2010 prüfen, ob wir in dem Billig-Segment Chancen haben. Wenn ja, dann müssen wir das in Billiglohnländern produzieren." Offenbar erfolgte die Prüfung schon früher, denn das Werk in China steht samt Billigprodukt-Konzept in den Startlöchern. Die Wenigsten im Tiroler Paradeunternehmen glauben dem Vernehmen nach noch an das Versprechen der Geschäftsführung Swarovskis, dass der Standort gesichert sei.
In China soll das neue Werk in Kürze eröffnet werden. Franz Weis, Enkel des gleichnamigen Firmenmitbegründers und heutiger Gesellschafter, sagt, dass die Verlagerung der Produktion der einzige mögliche Schritt gewesen sei. „Nur weiß ich nicht, ob das in China das Richtige ist. Ich könnte mir vorstellen, dass sich das ändert. Vielleicht wäre es in der Tschechei oder in Polen besser." An eine Erholung des Komponentenbereichs glaubt er nicht. „Da müssen wir Augen und Ohren offen halten, um andere Nischen zu finden", meint Weis. Ob die im Ausland zu finden ist, ist fraglich, denn billigere Konkurrenz - die letztes Jahr als einer der Hauptgründe für den Personalabbau genannt wurde - gibt es auch dort.
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http://www.echoamfreitag.at/index.ph...haft&Itemid=18


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